Monatsspruch August

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“                Matthäus 10, 7

 

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten,

wer hat nicht schon einmal voller Entzücken ausgerufen „Ach, ist das himmlisch!“, vielleicht umgeben von wunderschöner Natur, angesichts eines leckeren Buffets oder beim Hören seiner Lieblingsmusik? Wenn wir ins Staunen geraten oder glücklich sind, kommt der Himmel in unseren Sprachgebrauch. Wir kennen Redensarten wie: „den Himmel auf Erden haben“ oder „auf Wolke 7 schweben“. Wir denken meist nicht so genau darüber nach, wenn wir das sagen, es erscheint uns nicht ungewöhnlich, obwohl wir nicht den blauen Himmel mit Schäfchenwolken meinen, sondern etwas ganz anderes. Etwas, das unbeschreiblich schön ist oder uns völlig aus dem Häuschen sein lässt. Die Engländer haben es da einfacher, sie sagen zum Himmel, den sie sehen „Sky“ und kennen noch ein anderes Wort „Heaven“ für den Himmel, den sie nicht sehen und den sie mit Gott verbinden. Was meint nun Jesus mit seiner Aufforderung: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“? Der Evangelist Matthäus erzählt, dass Jesus seine Jünger aussendet, um den Menschen dieses nahende Himmelreich zu zeigen. Sie sollen Kranke heilen, Dämonen austreiben, ja sogar Tote auferwecken. Alles Zeichen der Herrschaft und des Reiches Gottes. Als Matthäus sein Evangelium schrieb, etwa im Jahre 80 n. Chr. rechneten die Christen mit der baldigen Wiederkehr Jesu und erwarteten tagtäglich das Kommen des Reiches Gottes. Doch wie ist das bei uns heute? Wie sollen wir den Satz Jesu verstehen, wenn wir sein Wort und seinen Auftrag ernst nehmen? Vielleicht hilft uns ein Kinderlied dabei. In ihm wird es so ausgedrückt: Weißt du, wo der Himmel ist, außen oder innen? Eine Handbreit rechts und links, du bist mitten drinnen. Ich glaube, wenn Jesus sagt, das Himmelreich ist nahe, dann meint er genau das. Es ist schon in uns und wir sind mitten drinnen, weil wir als Getaufte zu diesem Himmelreich gehören und ein Teil von ihm sind. Und nun ist es unsere Aufgabe, dies zu verkünden, also es spürbar und erfahrbar zu machen für andere. Kranke heilen, Dämonen austreiben und Tote auferwecken können wir wohl eher nicht. Aber den Kranken besuchen, an seinem Leid Anteil nehmen und für ihn da sein, das können wir. Die Trauernden trösten und ihnen in ihrer Trauer zur Seite stehen, das können wir. Die Niedergeschlagenen und von schweren Gedanken geplagten ermutigen durch freundliche Worte und eine helfende Hand, auch das können wir. Und in all diesen Dingen Gottes Liebe und Zuwendung spürbar machen, unsere Hoffnung weitergeben und von dem erzählen, was uns im Leben trägt, so kommt der Himmel und Gottes Heil in unsere unheile Welt. In den nächsten Wochen beginnt das neue Schuljahr, neue Herausforderungen warten auf manchen, einige werden ganz neue Wege einschlagen und gehen. Warum nicht auch das Reich Gottes ganz neu unter uns und um uns herum aufleuchten lassen. Jesus beauftragt uns nicht nur, er stattet uns auch mit den nötigen Gaben dafür aus. Versuchen Sie es einfach. Ich wünsche Ihnen dazu seine Kraft und viel Freude.

Es grüßt Sie auch im Namen der Mitarbeiter und des Kirchenvorstandes

                            Ihre Steffi Heinrich

Monatsspruch September

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“           Matthäus 16, 26

 


Jahreslosung 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15