Monatsspruch April

Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“     Matthäus 28, 20

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten,

Alleinsein - das ist manchmal wohltuend und auch nötig. Man braucht es zum Auftanken. Alleinsein - das kann aber auch nervig sein. Da fällt einem die Decke auf den Kopf. Da fühlt man sich hilflos und ausgeliefert. Da kann einen die Angst in die Ecke treiben.

Jesus hat das von sich gekannt. Und Jesus hat es bei seinen Jüngern miterlebt. Er konnte ihnen den Abschied nicht ersparen, hatte sie aber zuvor „in alle Welt“ ausgesandt. Dieser Auftrag bis an die letzten Grenzen sollte sie dann auch mit allen nur denkbaren Szenarien konfrontieren: verlacht, verfolgt, verleumdet, vernichtet. Die Zeugen (griech. Märtyrer) des Jesus Christus wurden auch zu wirklichen Märtyrern. Sie hielten stand bis zuletzt und gaben uns ein Beispiel an Bekenntnistreue.

Wir leben in einem Europa mit Glaubensfreiheit. Wir können frei von unserem Glauben reden und schreiben. Das ist nicht selbstverständlich, aber eine große Chance. - Nur fehlt uns da schon oft der Mut. Kein Mensch möchte ins Gerede kommen. Auch der Verdacht, weltfremd zu sein, ist keinem angenehm. Und das alles dann auch noch auf einsamem Posten erleben zu müssen, ist belastend. - Da hilft nur eines: Auf Jesus hören, auf Jesus sehen!

Der Zuspruch Jesu versichert uns der Gegenwart Gottes. Das ist nicht irgendein Jesus (den Namen gab es in der Antike oft), sondern der Jesus von Nazareth, der Sohn Gottes. Dieser hat Autorität, ist authentisch und steht mit göttlicher Präsenz an unserer Seite. Halleluja, gelobt sei Gott, dass das so ist. Deshalb suchen wir Schulterschluss mit Jesus: Hören auf Sein Wort, lassen es uns erklären und feiern Ihn in den Gottesdiensten. ER ist bei uns: rund um die Uhr, lebenslang und lokal unbegrenzt. Wer uns begegnet, hat es dann auch immer mit Jesus zu tun, der wie ein Bruder an unserer Seite ist.

„Siehe!“ - das heißt doch: Sieh nur hin! Wie leicht sind unsere Augen befangen und abgelenkt durch bunte Aufmacher und lärmendes Gehabe. Jesu Aufforderung lockt uns zur Beobachtung, wie sich Gottes Gegenwart in unserem Leben und in unserer Zeit bemerkbar macht. Wer zuvor zu Gott gebetet hat, der wartet doch dann auch, wie sich nun alles entwickelt. Also kann man sich dem lebendigen Gott anvertrauen und dann Ausschau halten, wie es ausgeht.

„Siehe!“ lädt uns ein zu einem interessierten Christsein unter der Frage: Wie zeigt sich Gottes Gegenwart im Jahr 2019, wenn ich bete und Gebetserhörung erwarte; wenn ich meinen Glauben nicht verstecke, sondern öffentlich mache; wenn ich in Ängsten und Not-erfahrungen bin und mich an den erfahrbaren Gott halte.

„Siehe, ich bin bei euch…“ - stellt uns wieder in den Zusammenhang der Gläubigen, der Gemeinde. Und dort ist der Ort, wo wir uns gut und gern unsere Erlebnisse mit Gott erzählen können. Das stärkt und vergewissert uns: Wir sind nicht allein. Unser Bruder Jesus Christus ist da und die anderen Glaubenden sind (nebenbei) erfreulicherweise an unserer Seite.

In diesem Sinn grüßt Sie auch im Namen der Mitarbeiter und des Kirchenvorstandes  Ihr Pfarrer i. R. Bertram Viertel

Monatsspruch Mai

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“    2. Samuel 7, 22

 


Jahreslosung 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15