Monatsspruch Dezember 2017

„Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“                                                            Lukas 1, 78 - 79

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten, liebe Gemeinde,

auch das noch: unverhoffter Besuch ist angesagt! Wie sieht die Wohnung aus? Ist was im Kühlschrank, oder wenigstens in der Keksdose? Passt es mir überhaupt zwischen Arztterminen und Einkauf, zwischen Enkelbesuch und Sportgruppe? Und wann kommt er überhaupt? Besuch bringt uns schnell in Stress. Oder würden Sie sich eher sehnlich darüber freuen, wenn jemand an Ihrer Tür klopfen oder klingeln würde?

Wenn unser Besuchsdienst für die Geburtstage ab dem 70. Lebensjahr in der Kirchgemeinde unterwegs ist, gibt es da die verschiedensten Erfahrungen von Herzlich Willkommen bis hin zu Ablehnung. Ähnlich ist es beim Adventssingen der Kinder, wenn wir vorher eine kurze Information in die Briefkästen stecken. Bedenken und Ängste können verhindern, dass unsre Herzen offen sind für eine liebevolle, gute Begegnung!

Im Monatsspruch für Dezember lesen wir Worte aus einem Lied, welches Zacharias, der Vater des späteren Täufer-Propheten Johannes, nach der Geburt seines Sohnes gesungen hat. Auf wunderbare Weise ist ihm und seiner Ehefrau Elisabeth im hohen Alter noch ein Kind geschenkt worden. Aber als der Engel Gottes Zacharias bei seiner Arbeit im Tempel erschien, um ihm mit einem fröhlichen, kräftigen „Fürchte dich nicht…“ das frohe Ereignis anzusagen, da erschrak der fromme alte Mann so heftig, voller Zweifel und Angst, dass er dann bis zur Geburt kein Wort mehr herausbrachte. Der unverhoffte Besuch hatte ihm die Sprache verschlagen!

Zum Weihnachtsfest feiern wir nicht uns selbst, unsere Familien, unser gutes Essen, unsere Traditionen. Wir feiern, dass Gottes Barmherzigkeit, dass seine Liebe uns besucht. Die Geburt des Gottessohnes mitten in den Wahnsinn unserer Welt hinein hat ein Ziel: Licht soll leuchten für alle, die im Dunkeln sitzen.

Passt uns dieser Besuch? Gefällt uns die Zielgruppe? Gehöre ich vielleicht selbst zu denen, die ab und zu im Loch der Einsamkeit sitzen? Während viele Familien an den Festtagen fröhlich beieinander sind, gibt es Menschen, denen das Alleinsein zum großen Schmerz wird. Deshalb laden wir ein, sich an dem Projekt „Weihnachten keiner allein“ zu beteiligen. Denn Gott selbst will in unserer Mitte wohnen, will bei uns sein - an jedem Sonntag in Brot und Wein, wenn wir Gottesdienst feiern, aber vor allem auch dort an jedem Tag, wo wir einander Lichter in der Dunkelheit anzünden!

Ein frohes und gesegnetes Christfest sowie Gottes reichen Segen im neuen Jahr 2018 wünscht Ihnen - auch im Namen des Kirchenvorstandes und der Mitarbeiter

Ihre Pfrn. Dorothee Frölich-Mestars

 

Monatsspruch Januar 2018

„Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.“        Deuteronomium 5, 14

 

 

Jahreslosung 2018:

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Off.21,6