Monatsspruch April 2018

„Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“   Johannes 20, 21

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten, liebe Gemeinde!

Sind Sie ein Typ, der gern und mutig Neues wagt?

Ich, ehrlich gesagt, nicht! Im Gegenteil: alles soll mal schön so bleiben, wie es ist. Ist doch gut so! Bevor die Tapete nicht von selbst von der Wand fällt, muss man doch nun wirklich nicht neu vorrichten! Meine Kolleginnen überlegen vorher immer genau, wie sie es mir schonend beibringen, dass ein Regal an einen anderen Ort gestellt werden soll, damit ich keine ganz schlechte Laune bekomme.

Unsere Bibel ist nun das ganze Gegenteil. Da werden dauernd Geschichten von Veränderungen, von Neuem erzählt. Da wird erzählt, wie Gott Menschen bewegt und verändert hat.

Gerade haben wir Ostern gefeiert. Die Jünger hatten sich voller Angst hinter dicken Mauern verbarrikadiert, voller Traurigkeit, dass alle ihre Hoffnungen mit diesem Jesus zerplatzt waren. Lähmende Angst hatte sich breit gemacht. Da tritt der Lebendige mitten unter sie: Friede sei mit euch! So spricht er es ihnen zu. So spricht er es uns zu, uns, seinen Menschen. Dieser Friede Gottes, den wir uns nicht selber geben können, möge sich in uns und unter uns ausbreiten, unsere Zweifel bezwingen und uns aufrichten. Denn er hat etwas mit uns vor: er „sendet“ uns. Nicht wie seine Laufburschen, sondern wie eine Bewegung: So wie mich der Vater gesendet hat, so sende ich euch. So werden wir zu einem Teil von Gottes Geschichte und Plan mit dieser Welt. Und immer wieder haben sich Menschen dadurch inspirieren lassen, haben mit Gottes Hilfe weiter geblickt, haben Mut gefasst und scheinbar Unmögliches ist gelungen. Sie haben geglaubt. Lassen auch wir uns in seinem Frieden Zuversicht schöpfen, vertrauen, Neues wagen. Nicht krampfhaft, etwa um den Anschluss nicht zu verpassen, Gutes und Bewährtes über Bord kippen. Aber hinhören, ob und wo und wie Gott uns für seine Geschichte gebrauchen will.

Frank Zeeb schreibt in einem Gebet:

Gott, manchmal musst du mich anschieben, immer wieder stützen und nicht selten tragen.
Oft merke ich, dass ich in die Irre gehe, Wege verfolge, die nicht zum Ziel führen.
Dann brauche ich dich, dass du mich leitest auf dem Weg, den du mit mir gehen willst.
Ich vertraue darauf, dass du da bist, auch wenn ich dich nicht sehen kann. Ich fühle, dass du mein Vertrauen aufnimmst und stärkst. Lieber Gott, ich danke dir, dass du meinem Leben und deiner Welt ein Ziel setzt. Amen.

So grüße ich Sie österlich, auch im Namen der Pfarrerin, der Mitarbeiter und des Kirchenvorstandes

                               Ihr Pfarrer im Ehrenamt Stefan Mestars.

Monatsspruch Mai 2018

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“    Hebräer 11, 1

Jahreslosung 2018:

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Off.21,6